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Albaufstieg

Aus ReutlingenWiki
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Seit Jahrzehnten wird eine Diskussion über den Albaufstieg im Bereich der Gemeinde Lichtenstein geführt, ohne dass man dabei zu einem Ergebnis gekommen ist. Ende 2011 wurde die Diskussion wieder aufgelebt, da das Regierungspräsidium eine schnelle Lösung verlangt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Situation

Die Gemeinde Lichtenstein - bestehend aus den Ortsteilen Unterhausen, Honau, Holzelfingen, Traifelberg und Göllesberg - verfügt über zwei sehr wichtige Albaufstiege für die Region Reutlingen. Dies sind die Holzelfinger- und die Honauer-Steige.

Die Holzelfinger Steige ist mittlerweile sehr in Mitleidenschaft gezogen und der Hang rutscht, so dass zur Zeit an einer Stelle die Fahrbahn einseitig gesperrt werden musste. Die Honauer Steige muss also zur Zeit eine Mehrbelastung aushalten, diese übersteigt aber längst die Kapazität dieser Steige.

Bereits vor 50 Jahren wurde die Idee einer Umgehungsstrasse aufgeworfen und seither wurde viel diskutiert. Viele Vorschläge wurden verworfen und einige scheiterten auch am Widerstand der Bürger oder am Geld oder auch an der Realisierbarkeit.

In den letzten Jahren wurde jedoch der Ausbau der Umgehung immer stärker forsiert, da Pfullingen eine Umgehung in Form des Ursulabergtunnels erhalten hat und in Reutlingen mittlerweile die Arbeiten an der West-Umgehung angefangen haben, die im Bau des Scheibengipfeltunnels ihren Höhepunkt haben werden. Der letzte ungeklärte Engpass in dieser Gesamtplanung ist noch das Nadelöhr der Gemeinde Lichtenstein.

Die aktuellen Zahlen belegen wie hoch die Verkehrsbelastung mittlerweile ist:

  • 22.000 Fahrzeuge täglich
  • davon 1.300 LKW

Eine Entspannung dieser Zahlen ist nicht zu erwarten. Ganz im Gegenteil, man erwartet für die Zukunft weiter steigende Zahlen. Insbesondere die Zahl der LKWs steigt immer stärker auf dieser Route.
Neuere Informationen zeigen, dass die Fertigstellung des neuen Tunnels in Reutlingen, die Verkehrsbelastung noch steigern könnte. Es wird also immer wichtiger, dass endlich eine Entscheidung gefällt wird.


Die Gemeinde Lichtenstein hat eine spezielle Email-Adresse freigeschaltet, an die interessierte Bürger Fragen stellen können. Die Fragen werden mit Hilfe des Regierungspräsidiums beantwortet:
b312@gemeinde-lichtenstein.de


[Bearbeiten] Trassen-Varianten

Aktuell stehen 6 Trassen zur Diskussion und die Differenzen könnten nicht größer sein. Jede Variante hat Vor- und Nachteile, sowohl für die Bewohner als auch für die Natur und auch für die jeweiligen Kassen, aus denen die Gelder kommen sollen.

[Bearbeiten] Variante 1b

Die Variante 1b wird auch gerne als "Deckeltrasse" bezeichnet, da hier eine Art oberirdischer Tunnel durch Unterhausen und Honau gebaut werden soll auf der Trasse der aktuellen Hauptstrasse (B312).
Die Baukosten liegen bei geschätzten 124,5 Millionen Euro.

Vorteile:

  • kurze Baulänge: ca. 5,7 km
  • größte Entlastung von Unterhausen und Honau
  • geringer Flächenbedarf
  • teilweiser Rückbau der Honauer Steige

Nachteile:

  • Belastung an den Tunnelportalen
  • starke Gefährdung der Trinkwasserquellen
  • Lärm und Abgasbelastung bleiben im Echaztal
  • große Steigungen -> Nachteil für Schwerlastverkehr
  • kein Platz für einen Ausbau der Strecke

Fazit:
Diese Variante bietet noch einige andere Nachteile, die vorallem die Anreiner betreffen. So würden der Einzelhandel an der Trasse stark leiden, da kein Durchgangsverkehr mehr vorhanden wäre. Außerdem käme es zu einer Verschandelung der Orte, was zu einer Verschlächterung der Wohnattraktivität führen würde und somit zu einer Abwanderung der Bewohner führen würde. Dadurch käme es zu spürbaren Nachteilen für die Gemeinden insgesamt.

[Bearbeiten] Variante 3

Die Variante 3 würde sich teilweise der Stuhl Steige bedienen, was aber einen relativ großen Umweg bedeuten würde und das würde die wenigsten Fahrer in kauf nehmen.
Die Baukosten liegen bei geschätzten 108,6 Millionen Euro.

Vorteile:

  • geringste Baukosten
  • Verlagerung von Abgasen und Lärm aus dem Echaztal
  • keine Gefährdung der Trinkwasserquellen

Nachteile:

  • größte Baulänge mit 15 km
  • geringe Entlastung für Unterhausen und Honau, da es unwahrscheinlich ist, dass die Fahrer den Umweg in kauf nehmen
  • Beeinträchtigung im Lippental
  • schlechte Trassenführung, da viele Kurven

Fazit:
Die Länge dieser Trasse und der damit verbundene Umweg sind kaum hinnehmbar. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man teilweise die Trassenführung der Stuhl Steige verwenden würde, was eine sehr kurvenreiche Strecke bedeutet, was wieder den Schwerlastverkehr beeinträchtigen würde und somit wieder zu Rückstaus führen würde.

[Bearbeiten] Variante 5a

Die Variante 5a ist eine fast durchgehende Tunneltrasse, die einige Vorteile für die Zukunft bieten könnte. Jedoch stehen ihr die Kosten etwas im Weg.
Die Baukosten liegen bei geschätzten 302,1 Millionen Euro.

Vorteile:

  • gute Verkehrsentlastung
  • Lärm und Abgase werden verlagert
  • keine Gefährdung der Trinkwasserquellen
  • Ausbaufähig, da zweite Röhre gebaut werden könnte
  • Steigung kann flacher ausfallen

Nachteile:

  • höchste Baukosten
  • Beeinträchtigung im Lippen- und Reißenbachtal
  • Gefährdung des Karstwassers und der Echazquelle

Fazit:
Die Bauarbeiten würden bei einem überirdischen Bau der Röhren einen starken Einschnitt in die Natur darstellen. Ließen sich jedoch nach Baufertigstellung wieder teilweise beheben. Ein Nachteil ist sicherlich der überirdische Abschnitt in der Nähe der Echazquelle. Jedoch gebe es die Möglichkeit in fener Zukunft auch eine zweite Röhre zu bauen um einer eventuellen Steigerung des Verkehrs entgegen zu kommen.

[Bearbeiten] Variante 5b

Die Variante 5b hat eine ähnliche Führung wie die Variante 5a, jedoch nicht so nah an der Echazquelle. Hier würde der überirdische Abschnitt näher am Wohnbereich liegen.
Die Baukosten liegen bei geschätzten 277,6 Millionen Euro.

Vorteile:

  • gute Verkehrswirksamkeit
  • Lärm und Abgase werden verlagert
  • keine Gefährdung der Trikwasserquellen
  • Ausbaufähig, da zweite Röhre gebaut werden könnte
  • Steigung kann flacher ausfallen

Nachteile:

  • längster Tunnel (6 km)
  • hohe Baukosten
  • Beeinträchtigung im Lippen- und Reißenbachtal
  • Gefährdung des Karstwassers und der Echazquelle

Fazit:
Die Gefährdung der Echazquelle ist hier deutlich kleiner, da der überirdische Abschnitt weiter von der Quelle entfernt ist als bei der Variante 5a. Auch hier gibt es eine gewisse Ausbaumöglichkeit der Trasse in der Zukunft. Durch die längere Strecke und den Tunnel könnte man hier eine flachere Steigung erzielen und somit vor allem den Schwerlastverkehr entlasten.

[Bearbeiten] Variante 7c

Die Variante 7c folgt einer ganz anderen Idee und verläuft östlich von Unterhausen um Holzelfingen herum. Die Strecke wäre zwar deutlich länger als manch andere, aber hätte den geringsten Einfluss auf das Echaztal.
Die Baukosten liegen bei geschätzten 235,4 Millionen Euro.

Vorteile:

  • gute Entlastung von Unterhausen und Honau und zusätzlich von Holzelfingen
  • Lärm und Abgase werden verlagert
  • besseres Einzugsgebiet des Verkehrs

Nachteile:

  • hohe Baukosten
  • größte Neubaulänge mit 10,5 km
  • starke Eingriffe im Bereich der Kugelbergwiesen und des Zellertals
  • größter Bedarf an landwirtschaftlichen Flächen
  • Lärm und Abgase nahe an Holzelfingen
  • hohes Risiko für die Trinkwasserquellen der Albwassergruppe XIV

Fazit:
Diese Trasse hätte verkehrstechnisch viele Vorteile, jedoch müsste ein großteil der Strecke neu gebaut werden, da in diesem Bereich kaum Verkehrswege vorhanden sind. Daraus ergibt sich auch die relativ hohe Belastung für die Landschaft. Die Vorteile sind aber ganz klar, dass die Trasse ein besseres Einzugsgebiet hätte und Holzelfingen eine bessere Verkehrsanbindung erhalten würde. Allerdings führt die Trasse auch sehr nahe an Holzelfingen vorbei, was aber durch entsprechende Baumaßnahmen verringert werden könnte.

[Bearbeiten] Variante Albverein

Die Variante des Albvereins berücksichtigt zwar viele Umweltaspekte, ist aber von der Streckenführung her deutlich zu lang und vor allem etwas außerhalb des Haupteinzuggebietes gelegen, wodurch eine gute Auslastung sehr schwierig wird.
Die Baukosten liegen bei geschätzten 182 Millionen Euro.

Vorteile:

  • Lärm und Abgase werden verlagert
  • keine Eingriffe im Reißenbachtal
  • keine Gefährdung der Trinkwasserquellen

Nachteile:

  • geringe Entlastung vom Verkehr
  • große Baulänge

Fazit:
Diese Trasse ist ähnlich wie Variante 3 einfach zu lang und zu Abseits, um wirklich effektiv zu sein. Der Umweg, den die Fahrer in Kauf nehmen müssten ist zu lang als das er einen Vorteil bringen würde und somit wäre eine effektive Nutzung sehr unwahrscheinlich.


[Bearbeiten] Weblinks

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